Rechtliches
AUP
Richtlinie für akzeptable Nutzung
Stand: 18.10.2026 (Revision 2026-10-18.2)
Diese Acceptable Use Policy ("AUP") ist Bestandteil unserer AGB. Sie beschreibt, wie unsere Dienste genutzt werden dürfen, wie wir mit Hinweisen auf rechtswidrige Inhalte umgehen und welche Maßnahmen wir bei Verstößen ergreifen. Sie enthält zugleich die nach Art. 14 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act, "DSA") erforderlichen Angaben zu Beschränkungen, Verfahren und Rechtsbehelfen.
1. Geltungsbereich
Die AUP gilt für alle Dienste der gh0stservice GmbH, insbesondere gh0stcloud Self-Service und Managed-Pakete. Sie gilt für unsere Kundinnen und Kunden und für alle Personen, denen ein Kunde Zugang zu unseren Diensten oder zu darauf betriebenen Anwendungen verschafft. Der Kunde bleibt für deren Handlungen verantwortlich.
2. Erlaubte Nutzung
Unsere Dienste dürfen für alle rechtmäßigen privaten und geschäftlichen Zwecke genutzt werden, insbesondere für den Betrieb von Websites, Anwendungen, Schnittstellen und Datenbanken, für Entwicklung und Tests sowie für die Speicherung und Verarbeitung rechtmäßiger Daten. Sicherheitstests an Ihren eigenen Anwendungen und Ressourcen sind erlaubt; Tests an unserer Plattform oder an Anwendungen anderer Kunden nur nach unserer Richtlinie zur Meldung von Sicherheitslücken.
3. Verbotene Nutzung
Nicht erlaubt ist insbesondere:
- das Speichern, Verbreiten oder Zugänglichmachen von Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern, terroristischen Inhalten, Inhalten, die zu Gewalt oder Hass aufstacheln und nach geltendem Recht strafbar sind, sowie sonstigen rechtswidrigen Inhalten
- die Verletzung von Urheber-, Marken-, Persönlichkeits-, Datenschutz- oder sonstigen Rechten Dritter
- Phishing, Betrug, Identitätsdiebstahl oder irreführende Geschäftsmodelle
- der Betrieb, die Verbreitung oder Steuerung von Schadsoftware, Botnetzen, Ransomware oder Spyware
- Angriffe auf Systeme, Netzwerke oder Dienste, darunter Denial-of-Service-Angriffe, Portscans, Brute-Force-Angriffe oder unbefugte Zugriffsversuche
- der Versand von Spam oder unerwünschten Massennachrichten sowie der Betrieb offener Mail-Relays oder offener Proxys
- das unbefugte Sammeln, Verarbeiten oder Veröffentlichen personenbezogener Daten
- Kryptomining und vergleichbare dauerhafte Hochlast ohne vorherige Vereinbarung mit uns
- das Umgehen von Limits, Sicherheitsregeln, Abrechnungsmechanismen oder der Mandantentrennung
- jede Nutzung, die gegen Sanktionen, Embargos, Exportkontrollvorschriften, Geldwäsche- oder Terrorismusfinanzierungsvorschriften verstößt
- jede Nutzung, die die Stabilität, Sicherheit oder Integrität unserer Plattform oder der Dienste anderer Kunden gefährdet
4. E-Mail, eigene Adressen und Domains
Diese Ziffer gilt zusätzlich für den Versand und Empfang von E-Mails über unsere Dienste, insbesondere über einen E-Mail-Server nach Anhang B der AGB, über Apps, die E-Mails versenden, und über eigene Adressen nach Anhang C der AGB.
- Keine unerwünschten E-Mails. Sie versenden Werbung und andere Massen-E-Mails nur an Empfänger, die vorher ausdrücklich eingewilligt haben oder bei denen das Gesetz den Versand ohne Einwilligung erlaubt (§ 7 UWG). Sie können die Einwilligung nachweisen, bieten in jeder solchen E-Mail eine einfache Abmeldung an und beachten Abmeldungen sofort. Gekaufte, gemietete oder gesammelte Adresslisten verwenden Sie nicht.
- Keine Täuschung und kein Schadcode. Sie versenden keine Phishing-E-Mails, keine Schadsoftware und keine E-Mails mit gefälschten oder irreführenden Absendern, Betreffzeilen oder Kopfzeilen. Sie verwenden nur Absender, die Sie verwenden dürfen; über einen E-Mail-Server nach Anhang B der AGB nur Absender auf Ihren bestätigten Domains.
- Grenzen einhalten. Sie halten die Grenzen für den Versand ein und umgehen sie nicht, etwa durch die Aufteilung auf mehrere Postfächer, Apps, E-Mail-Server oder Konten.
- Sauberer Versand. Sie entfernen Adressen, die dauerhaft unzustellbar sind, und Empfänger, die sich beschweren, aus Ihren Verteilern. Sie schützen Postfächer und Zugänge mit sicheren Passwörtern und sperren ein Postfach unverzüglich, wenn Sie vermuten, dass es missbraucht wird.
- postmaster und abuse. Die Adressen postmaster@ und abuse@ Ihrer Domains müssen erreichbar sein, und Sie bearbeiten Beschwerden dorthin unverzüglich. Beschwerden über Ihre E-Mails, die uns erreichen, etwa an die Adressen unserer technischen Mailnamen oder über den Betreiber unseres Rechenzentrums, geben wir an Sie weiter. Sie beantworten unsere Rückfragen dazu unverzüglich.
- Maßnahmen. Stellen wir Missbrauch fest, etwa Spam, Phishing oder Schadsoftware, versendet ein übernommenes Postfach unerwünschte E-Mails, steht eine unserer Adressen wegen Ihrer E-Mails auf einer Sperrliste oder droht der Ruf unserer Adressen, Domains oder der Versand anderer Kunden Schaden zu nehmen, dürfen wir den Versand verlangsamen, E-Mails in der Warteschlange zurückhalten, den Versand einzelner Postfächer, Apps oder Absender sperren, den Datenverkehr einer eigenen Adresse unterbrechen oder den E-Mail-Server vorübergehend sperren. Wir wählen die mildeste wirksame Maßnahme und heben sie auf, sobald der Grund entfallen ist. Wir kündigen sie vorher an, soweit das möglich ist, ohne den Schaden zu vergrößern, und informieren Sie sonst unverzüglich danach. Ziffer 9 gilt.
- Keine Zusage der Zustellung. Ob andere Mailserver, Spamfilter und Betreiber von Sperrlisten E-Mails annehmen, einordnen oder Adressen aufführen, entscheiden sie selbst. Maßnahmen dieser Dritten sind keine Maßnahmen von uns.
5. Verantwortung des Kunden
Sie sind für alle Inhalte, Daten, Anwendungen und Aktivitäten verantwortlich, die über Ihr Konto erfolgen. Sie treffen angemessene Sicherheitsmaßnahmen, halten Zugangsdaten geheim und verhindern die missbräuchliche Nutzung Ihrer Ressourcen. Betreiben Sie über unsere Dienste selbst ein Angebot für Dritte, sind Sie für dessen Rechtmäßigkeit und für Ihre eigenen Pflichten als Anbieter verantwortlich.
6. Keine allgemeine Überwachung
Wir überwachen die Inhalte Ihrer Anwendungen nicht allgemein und durchsuchen sie nicht aktiv nach rechtswidrigen Inhalten. Automatisierte Mittel setzen wir ein, um Angriffe, Missbrauch von Netzwerk und Ressourcen sowie Sicherheitsvorfälle zu erkennen. Entscheidungen über Inhalte und über Maßnahmen gegen Kunden trifft ein Mensch.
7. Meldeverfahren für rechtswidrige Inhalte
Jede Person kann uns Inhalte melden, die sie für rechtswidrig hält. Das Verfahren und die erforderlichen Angaben beschreibt die Seite Rechtswidrige Inhalte melden. Wir bestätigen den Eingang einer Meldung unverzüglich, prüfen sie sorgfältig, objektiv und zeitnah und teilen der meldenden Person unsere Entscheidung und die möglichen Rechtsbehelfe mit.
Offensichtlich unbegründete oder missbräuchliche Meldungen müssen wir nicht weiterverfolgen.
8. Maßnahmen bei Verstößen
Stellen wir einen Verstoß gegen geltendes Recht oder gegen diese AUP fest oder ist ein Verstoß hinreichend wahrscheinlich, können wir abgestuft und verhältnismäßig handeln:
- Aufforderung zur Stellungnahme oder Abhilfe innerhalb einer angemessenen Frist
- Sperrung oder Entfernung einzelner Inhalte oder Endpunkte
- Einschränkung von Ressourcen oder Netzwerkzugriffen
- vorübergehende Sperrung einzelner Anwendungen oder des Kontos
- außerordentliche Kündigung bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen
Bei akuten Sicherheitsgefahren, schwerwiegenden Rechtsverletzungen oder Gefahr für Dritte handeln wir ohne vorherige Aufforderung. Wir wählen jeweils die mildeste wirksame Maßnahme.
9. Begründung und Rechtsbehelfe
Ergreifen wir eine Maßnahme nach Ziffer 4.6 oder Ziffer 8, informieren wir den betroffenen Kunden spätestens mit Wirksamwerden der Maßnahme in Textform. Die Begründung nach Art. 17 DSA enthält:
- die Art und den Umfang der Maßnahme sowie gegebenenfalls ihre Dauer
- die Tatsachen und Umstände, auf denen die Entscheidung beruht, einschließlich der Angabe, ob sie auf einer Meldung beruht
- ob automatisierte Mittel bei der Feststellung eingesetzt wurden
- die rechtliche Grundlage oder die verletzte Bestimmung dieser AUP
- die verfügbaren Rechtsbehelfe
Sie können einer Maßnahme per E-Mail an abuse@gh0stservice.com widersprechen und Ihre Sicht darlegen. Wir prüfen den Widerspruch unverzüglich und heben eine Maßnahme auf, wenn sie sich als unbegründet erweist. Unabhängig davon stehen Ihnen der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten und die Beschwerde bei der Bundesnetzagentur als Koordinator für digitale Dienste offen.
Eine Begründung entfällt nur, soweit eine gesetzliche Pflicht oder eine behördliche Anordnung dies verlangt.
10. Straftaten mit Gefahr für Leben oder Sicherheit
Erlangen wir Kenntnis von Informationen, die den Verdacht begründen, dass eine Straftat begangen wurde, begangen wird oder begangen werden könnte, die eine Gefahr für das Leben oder die Sicherheit einer oder mehrerer Personen darstellt, informieren wir unverzüglich die zuständigen Strafverfolgungs- oder Justizbehörden (Art. 18 DSA).
11. Zusammenarbeit mit Behörden
Anordnungen von Behörden und Gerichten prüfen wir auf ihre Rechtsgrundlage und setzen rechtmäßige Anordnungen um. Soweit gesetzlich zulässig, informieren wir den betroffenen Kunden.
12. Änderungen
Wir können diese AUP nach Ziffer 17 unserer AGB ändern. Wesentliche Änderungen teilen wir Ihnen vorab in Textform mit.
13. Kontakt
Meldungen und Widersprüche: abuse@gh0stservice.com
Allgemeine Anfragen: info@gh0stservice.com
Kontaktstellen nach Art. 11 und 12 DSA: siehe Impressum